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Pressemitteilung Zulage KinderpflegerInnen


Nach einem entsprechenden Vorstoß des Bayerischen Gemeindetages, Kreisverband München, der Städten und Gemeinden im Landkreis München empfiehlt, ErzieherInnen und eben auch KinderpflegerInnen eine Arbeitsmarktzulage zu gewähren, ziehen nun auf Beschluss der ARK Bayern auch die evangelische Landeskirche und die Diakonie Bayern nach und weiten ihrerseits die Zulagenregelung auf KinderpflegerInnen und pädagogische Ergänzungskräfte aus. Die Höhe der Arbeitsmarktzulage soll sich, wie schon bei den ErzieherInnen, an dem orientieren, was die Gebietskörperschaften bezahlen. Die Extrazahlung ist nicht an tarifliche Steigerungen gekoppelt, fließt aber in die Bemessungsgrundlage für die Entgeltfortzahlung und das Weihnachtsgeld ein. Einen Anspruch auf die Zahlung haben die Mitarbeitenden nicht. Sollten sich beispielsweise die Verhältnisse am Arbeitsmarkt ändern, kann die Zulage widerrufen werden. Die Option auf die Arbeitsmarktzulage gilt bis mindestens 31. Dezember 2019.


Die ARK Bayern betrachtet diese Regelung nach den Worten ihres Vorsitzenden Günter Popp kritisch: „Mit dieser Arbeitsmarktzulage werden ortsgebunden bestimmte Berufsgruppen bevorzugt und teilweise vom Tarif abgekoppelt. Diese Förderung von Partikularinteressen führt zu einer Aufsplitterung der Tariflandschaft und durch die Aufweichung der Solidarität letztlich zu einer Schwächung insbesondere der Arbeitnehmerinteressen. Wenn diese Entwicklung weitergeht, können irgendwann nur noch die Berufsgruppen ihre Interessen durchsetzen, die gerade besonders gefragt sind.“

Dennoch zieht die ARK Bayern mit, denn: „Wir müssen unseren Trägern die Möglichkeit geben, mit den staatlichen Trägern mitzuziehen, damit sie im Wettbewerb um die derzeit gerade in Ballungsräumen sehr knappen und damit begehrten KiTa-Fachkräfte nicht unter die Räder kommen“, erläutert der stellvertretende Vorsitzende der ARK Bayern, Dr. Ottmar Funk

 

Die ARK

Nach einem Beschluss der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern von 1977 wird für die Ausgestaltung des Diensverhältnisses sowie die Ordnung und Fortentwicklung der Arbeitsbedingungen der Mitarbeitenden in Kirche und Diakonie eine Arbeitsrechtliche Kommission gebildet. Sie beschließt insbesondere Regelungen zu Abschluss und Inhalt von Arbeitsverträgen. Die Beschlüsse der ARK sind verbindlich und wirken normativ.

Die ARK besteht aus 16 unabhängigen Mitgliedern. Sie ist paritätisch besetzt von je vier Vertreterinnen und Vertretern der Mitarbeitenden im kirchlichen Dienst, der Mitarbeitenden im diakonischen Dienst, der kirchlichen Körperschaften und der Träger diakonischer Einrichtungen.