Startseite  |  Seitenübersicht  |  Suche  |  Impressum
 

Auf ein Wort

Liebe Schwestern und Brüder,

der Kirchnertag 2006 in Selb ist vorbei. Viele waren in den „hohen Norden“ Bayerns gekommen, um an diesem traditionellen Jahrestreffen teilzunehmen. „Schön, dass ihr auch wieder da seid – schön, dass es diesen Tag der Begegnung gibt!“ Beständigkeit ist hier gefragt, und die haben wir auch gepflegt und durchgehalten, denn es war bereits der 30. Bayerische Kirchnertag.

Schön ist es, wenn sich diese Beständigkeit auch in den einzelnen Gemeinden durchhalten lässt. Gerade in Kirchengemeinden mit mehr als einem Pfarrer ist der Kirchner das einzig „Beständige“. Pfarrer und Organisten mögen sonntags für die Gemeinde wechseln, der Kirchner ist – abgesehen vom Urlaub – immer die gleiche Person. Vieles ist im Fluss, in Bewegung. Manches wird abgeschafft, Neues entwickelt sich, anderes erlebt ein Auf und Ab. Nicht nur in den Gemeinden, sondern auch in unserem täglichen Umfeld: vieles ist, wenn auch manchmal nur in kleinen Dingen, nicht mehr so, wie es vielleicht schon letztes Jahr noch war.

Wichtig ist es dann, Ruhepunkte zu finden, an denen man anknüpfen kann. Traditionen beizubehalten, wo man sich sicher sein kann, dass sie genauso ablaufen wie vor 20 oder 50 Jahren. Wichtig ist es oft dann auch, Menschen als Ansprechpartner zu haben, von denen man genau weiß, die sind immer da – auf den kann ich zugehen, der wird auch morgen da sein. Seien Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen, so ein verlässlicher Ruhepunkt für ihre Kirchengemeinde und für ihr ganzes Umfeld. Natürlich soll und darf der Fortschritt bei Ihnen nicht Halt machen, aber werden sie – bildlich gesprochen – zu einer „Ruhebank“ im Strom der Zeit. Geben Sie anderen die Möglichkeit bei Ihnen zu verschnaufen. – Sie werden es Ihnen danken.

Stellvertretend für die ganze Fachgruppenleitung wünsche ich Ihnen in diesem Sinne eine geruhsame Urlaubszeit und Gottes Segen für alle Ihre Dienste.

Ihr



Auf ein Wort

Liebe Schwestern und Brüder,

gerade jetzt, in der kommenden Urlaubszeit, muss ich immer wieder einmal an ein Wort meines Lieblingsphilosophen Ludwig Wittgenstein denken: „Worüber man nicht reden kann, darüber soll man schweigen.”

Ich erinnere mich nicht nur daran, wenn ich mit anderen über den Glauben an Gott rede. Einerseits gibt es da Zeitgenossen, die sich ganz gemütlich zurücklehnen, wenn sie hören, dass ich an Gott glaube, und genüsslich schmunzeln: Na, dann überzeugen Sie mich einmal.

Andere werden zum streitbaren Gegenpart: Darüber müssen wir unbedingt diskutieren, ich habe da so meine ganz besonderen Ansichten. Oft kommt dabei nichts heraus, da jeder nur unbeweglich seinen Standpunkt vertritt.

Glaube ist etwas, was unheimlich schwer in Worte zu fassen ist. Glaube besteht eigentlich aus eine Vielzahl von Erfahrungen: Erfahrungen von Sehnsucht und Erfüllung, von Freiheit und Geborgenheit, von Hoffnung, Ruhe und Geborgenheit.

Sehr oft werden solche Erfahrungen zerredet – manchem allerdings gelingt es, seine Erfahrungen im Glauben anders auszudrücken; durch Musik, Bilder oder Kunstwerke. So finde ich im Urlaub die unterschiedlichsten Ausdrucksformen von Glauben, wenn ich die eine oder andere Kirche besuche und mir Zeit nehme, den Raum auf mich wirken zu lassen. Es ist faszinierend, sich auf die Vielfalt der Glaubenserfahrungen einzulassen, die einem hier geboten werden. Die Künstler schaffen es, auf oft einfache Weise ohne Worte, ohne zu reden, ihren Glauben weiter zugeben und doch haben sie mich angesprochen, mir Freiheit, Ruhe und Geborgenheit gegeben.

In diesem Sinne wünsche ich auch Ihnen viele Begegnungen mit Glaubenserfahrungen, die Sie ansprechen, ohne große Worte machen zu müssen.

Ihr


Liebe Schwestern und Brüder,

geht es Ihnen vielleicht ähnlich wie mir? Ich kann es schon fast nicht mehr hören: „Nein, Ausbildungsplätze haben wir keine, wir müssen sparen.“, oder „Tut uns leid, aber wir können sie nicht bezahlen.“ – „Das können wir uns nicht leisten.“

Egal wo man hinkommt und egal mit wem man spricht, ob in Politik, Kirche oder Gesellschaft, überall geht es nur noch darum, den Gürtel enger zu schnallen. Haben wir uns wirklich so verausgabt, dass wir an allen Ecken und Enden sparen müssen? Ich weiß nicht, wie es Ihnen dabei geht, aber ich möchte gerade jetzt in der kommenden Advents- und Weihnachtszeit nicht überall durch Sparmaßnahmen eingeschränkt werden. Gut, das Weihnachtsgeschenk muss vielleicht nicht so üppig ausfallen, wie es schon einmal gewesen ist, aber ansonsten? Bei meiner Arbeit möchte ich eigentlich nicht mit meiner Kraft sparen, sondern genau so wie alle Jahre dazu beitragen, dass die besinnliche Zeit gelingt. Vielleicht investiere ich sogar noch etwas mehr, um die Freude an Weihnachten und die Botschaft Jesu Christi an uns Menschen in mir aufzunehmen und an andere weiter zu geben. Gerade dabei sollten wir nicht anfangen zu knausern. Freude ist etwas, was jeder braucht und man eigentlich nie zu viel haben kann: Freude am Leben, Freude an den schönen Dingen, Freude an Gemeinsamkeiten und auch Freude an der Weihnachtsbotschaft. Ehrlich gesagt, wären wir doch sehr arm, wenn wir uns das Weihnachtsfest sparen würden. Vielleicht geht es Ihnen ja ähnlich, und sie sind gerne bereit die Freude und Botschaft von Weihnachten sich schenken zu lassen und auch mit vollen Händen an andere weiter zu geben, auch wenn es vielleicht etwas Arbeit kostet.

So wünsche ich Ihnen und Ihren Angehörigen einen besinnlichen Advent, ein fröhliches Weihnachtsfest und ein gesundes Neues Jahr unter dem Segen Gottes.

Ihr


Auf ein Wort

Liebe Schwestern und Brüder,

kaum hat man als Mesner die Weihnachtsfeiertage hinter sich gelassen und die angefallenen freien Tage hoffentlich erholsam abgefeiert, merkt man, dass das Kirchenjahr schon wieder unaufhaltsam weiter schreitet. Da stehen langsam aber sicher erste Gedanken an Passionsandachten, Karwochengebete oder ähnliches ins Haus; auch die Grünen und Jubel-Konfirmationen werfen ihre Schatten voraus. Die Zeit vergeht oft schneller als uns lieb ist; manchmal hecheln wir den Terminen nur noch hinterher. Zu einem erfreulichen Termin möchte ich Sie aber jetzt einladen. Es ist wieder soweit: am 10. Juni (Fronleichnam) findet der 28. Bayerische Kirchnertag im mittelfränkischen Bad Windsheim statt.

Freuen Sie sich mit mir auf die schöne St. Kilianskirche, in der wir gemeinsam einen Sakramentsgottesdienst feiern wollen. Danach werden wir uns in den benachbarten Ort Ergersheim begeben. Bei gutem Mittagessen, anregenden Gesprächen und einem interessanten Vortrag wird der Tag wieder viel zu schnell vergehen. Als Referentin konnten wir Frau Andrea K. Thurnwald gewinnen, welche in Bad Windsheim das Museum „Kirche in Franken“ leitet und uns dieses Projekt genauer vorstellen wird. Den weiteren Tagesablauf entnehmen sie Bitte der Seite ?? dieses Heftes.

Damit wir und die Hausherren etwas planen können, möchte ich Sie bitten, Ihre Anmeldung bis spätestens 29. Mai 2004 mit dem Abschnitt auf Seite ?? an Frau Gschwender zu senden. Es wäre schön, wenn Sie wieder Fahrgemeinschaften bilden könnten. Bitten Sie auch Ihre Pfarrerin oder Ihren Pfarrer um Übernahme der Tagungs- bzw. Fahrtkosten. Die Fachgruppe Kirche freut sich darauf, Sie, zusammen mit Ihrer Familie, am 10. Juni 2004 im mittelfränkischen Bad Windsheim zu begrüßen.

Herzlichst Ihr


Auf ein Wort

Liebe Schwestern und Brüder,

dieses Jahr hat es zwar etwas länger gedauert, aber die kältere und regnerische Jahreszeit scheint jetzt vorbei zu sein. Plötzlich wärmen die Sonnenstrahlen mit großer Kraft und man kann fast zusehen, wie sich die Natur und die Umgebung verändern. Das Grün der Pflanzen schießt mit einer Geschwindigkeit in die Höhe, dass wir uns schon manchmal beeilen müssen, um mit ihm Schritt halten zu können. Alles um uns herum ist zu neuem Leben erwacht. Da greifen wir gerne einmal zum Besen, um die letzten Reste des Winters aus den Ritzen zu kehren, die Spinnweben, die sich angesammelt haben aus den Ecken zu fegen. Alles soll strahlen und glänzen, wenn die Sonne darauf scheint. Pflanzen und Tiere strecken sich der Sonne entgegen, um ihre Kraft und ihr Licht in sich aufzunehmen. Auch viele von uns werden wieder „sonnenhungrig“ und warten schon sehnsüchtig darauf, Urlaub zu haben um sich dabei vielleicht genüsslich und gemütlich in die Sonne zu legen. „Sonne tanken“ – ja. Tun wir das aber wirklich? Nehmen wir die Sonnenstrahlen wirklich in uns, in unserem Innersten auf, oder lassen wir sie bildlich an unserer blanken Haut nur abprallen um etwas Farbe zu bekommen?

„Lass die Sonne in dein Herz / schick’ die Sehnsucht himmelwärts“ heißt es in einer Liedstrophe, die mir dabei einfällt. Dazu möchte ich Sie gerne auffordern. Lassen Sie doch die Wärme und den Glanz der Sonne bis in Ihr Herz hinein vordringen, dass es auch dort Sommer werden kann. Fegen Sie doch auch hier die Spinnweben weg, die Sie vielleicht gefangen halten. Entfernen Sie den ganzen Unrat, der sich über die letzte Zeit hinweg in Ihrem Herzen angesammelt hat und lassen Sie es sich etwas leichter werden. Die Wärme, die sich dann in Ihrem Herzen ausbreitet wird auch noch weiter strahlen, wenn zwischendurch wieder einmal ein Regentag kommt.

Wenn Sie es dann noch schaffen, auch den zweiten Teil der Liedstrophe zu verwirklichen, ihr eigenes Verlangen an dem Leben von Jesus Christus auszurichten, dann wird es sogar möglich sein, dass Sie andere Menschen an Ihrer inneren Wärme teilhaben lassen können. Denn durch ihn wird die Wärme in unserem Herzen erhalten bleiben und sich den Weg auch zu anderen Herzen suchen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen einen strahlenden Sommer und eine gesegnete Urlaubszeit.

Herzlichst Ihr


Auf ein Wort

Liebe Schwestern und Brüder,

es ist gar nicht so einfach, während der letzten Augusttage in Italien am Strand zu sitzen, und sich ein Vorwort für die Weihnachtsausgabe des „Kontaktes“ zu überlegen. Während mir die Sonne auf den Körper scheint und keine drei Meter weiter die Wellen des Mittelmeeres an den Strand plätschern soll ich mich jetzt auf die dunkle und kalte Zeit des Jahres einstimmen. Viele Menschen versuchen immer mehr die Gedanken an die kalte und dunkle Zeit des Jahres zu verdrängen. Dies geht so weit, dass das Reisegeschäft der Urlaubsanbieter trotz knapper Finanzen gerade in den Wintermonaten immer mehr zunimmt. „Der Sonne hinterher“ heißt der Werbespruch so mancher Reiseveranstalter.

Natürlich ist es schön, wenn man die Möglichkeit hat, den Alltag und die grauen Wintertage von sich abzuschütteln, aber immer nur Sonne und eine knallbunte Umwelt lassen uns auch sehr schnell abstumpfen. Die dunkle Jahreszeit gehört zum Jahreslauf dazu. Ohne sie ist das Jahr nicht komplett. Licht und Dunkelheit gehören zueinander. Das eine kann ohne das andere nicht sein, denn Licht kann ich nur als solches erkennen, wenn ich weiß, was Dunkelheit ist. Nur im Dunkeln kann uns ein Licht den Weg leuchten; bei Sonnenschein verliert es sehr schnell seine Kraft.

Gott hat seine Schöpfung wohl geordnet: Neben die Dunkelheit setzte er das Licht und Tag und Nacht lässt er seit Anbeginn der Zeit sich gegenseitig abwechseln. Gott hat die Schöpfung als etwas Vollkommenes geschaffen und zur Vollkommenheit gehören solche Gegensätze wie Licht und Dunkel – Gut und Böse – Leben und Tod. Erst durch die Gegensätze werden die Einzelheiten wichtig. So wie unsere Natur die Jahreszeiten braucht, um sich im Sommer zu entfalten und im Winter wieder neu zu ordnen, so brauchen auch wir unsere bunten und grauen Tage unseres Lebens. Nicht immer können wir gut gelaunt und voll aufgedreht durch die Gegend rennen und so tun, als ob wir über allem stehen. Auch wir brauchen einmal etwas grauere Tage, um uns zu besinnen, uns neu zu orientieren. Und gerade aus diesem Grau heraus wächst wieder eine neue Freude in uns, die Freude auf die neuen bunten und warmen Tage des Sommers und des Urlaubs. Wäre jeder Tag nur bunt – auf welchen sollten wir uns noch freuen?

Am kürzesten – und somit oft auch dunkelsten – Tag des Kalenderjahres hat Gott uns in der Geburt seines Sohnes Jesus Christus ein helles und warmes Licht geschickt. Durch ihn haben wir die Möglichkeit, uns im Dunkeln zu orientieren und auf die hellen Tage vorzubereiten. Wie weit jeder von uns das Licht in sich aufnimmt und wie dunkel oder hell es um jeden einzelnen bereits geworden ist, das liegt bei uns selber. Ich jedenfalls weiß, auch in absoluter Dunkelheit trage ich ein Licht bei mir, das heller und wichtiger ist als jede Sonne Italiens. Und so möchte ich Sie einladen – verbreiten Sie gemeinsam mit mir und vielen anderen den Funken Licht, den Gott in die Krippe gelegt hat. Gemeinsam durchdringen und vertreiben wir jede Dunkelheit.

Ein gesegnetes und friedvolles Weihnachtsfest sowie ein Gutes Neues Jahr wünscht Ihnen

Ihr


Auf ein Wort

Liebe Schwestern und Brüder,

der Kirchnertag in Augsburg-Göggingen ist vorbei – das Highlight des Jahres 2005 ist vorüber. Trotzdem ist dies aber kein Anlass, wieder im Schneckenhaus zu verschwinden und alles an sich vorüber ziehen zu lassen. – Ich weiß nicht, ob Sie es bemerkt haben – wir jedenfalls feiern weiter. Wie und Was? Den KONTAKT, den Sie gerade in den Händen halten. Es ist die 100. Ausgabe des Mitteilungsblattes der Kirchner in Bayern und darüber, denke ich, sollten wir uns freuen.

100-mal haben Sie das Neueste und Wichtigste aus Ihrer Berufsgruppe kostenlos und frei Haus in die Hände bekommen. 100-mal sind wir mit unseren Berufskolleginnen und Berufskollegen in Kontakt getreten und haben uns und das Aktuellste aus der bayerischen „Mesnerlandschaft“ schriftlich angeboten. Dies zeugt von Durchhaltevermögen und Beständigkeit.

Gerade Beständigkeit ist etwas, was in der aktuellen Zeit nicht allzu häufig vorkommt. Wie schnelllebig und in dauernder Veränderung begriffen ist unser Umfeld. An was man sich heute gerade mit Mühe gewöhnt hat, kann morgen schon geltungslos sein. Alles wird anders; ständig werden wir gezwungen an den unterschiedlichsten Wandlungsprozessen teilzunehmen. Da sehnt man sich dann richtig nach einem Punkt im Leben, der Beständigkeit aufweist und gleich bleibt. Da weiß ich dann, was ich habe. Hier werden meine Erwartungen nicht enttäuscht und ich kann mich so einbringen, wie ich es erwartet habe.

Besonders unser Glaube ist es, der Beständigkeit braucht. Es tut ihm nicht gut, wenn wir heute so und morgen anders mit ihm umgehen oder an ihn herangehen. Der Glaube ist etwas was ganz eigen zu mir gehört und auch in mir bleibt. Hier zählt die Beständigkeit, was schon die Mitglieder der ersten christlichen Gemeinden richtig erkannt haben. Denn so steht in Apostelgeschichte 2,42: Sie blieben aber beständig in der Lehre, in der Gemeinschaft, im Brotbrechen und im Gebet.

Diese Beständigkeit und das Vertrauen in Christus Jesus ist es, was unseren Glauben in den letzten 2000 Jahren durchgehalten hat. Und so möchte ich Sie auffordern: Bleiben Sie beständig in ihrem Glauben und Vertrauen, auch wenn es manchmal nicht so leicht ist. Die Gemeinschaft mit anderen ist ein Angebot dazu, weiter getragen zu werden und nicht zu straucheln.

Einen erholsamen Urlaub und eine gesegnete Ferienzeit wünscht Ihnen beständig

Ihr


Auf ein Wort

Liebe Schwestern und Brüder,

Seit einigen Tagen liegt die DVD „Die Welt ist rund“ bei mir auf dem Schreibtisch. Auf dieser DVD befinden sich verschiedene religionspädagogische Unterrichts-Filme und Materialien zum Thema „Fußball“. Einer dieser Filme heißt „Balljungs“ und berichtet über zwei Jugendliche in Pakistan, die unsere Fußbälle herstellen. 34 Teile müssen von Hand zusammen genäht werden, damit ein runder Ball entsteht. Und auch wenn der ganz neue Weltmeisterschaftsball nicht mehr genäht, sondern maschinell geklebt wird um noch runder zu sein, so sind es doch viele Einzelteile, die ein rundes Ganzes ergeben.

Nur, wenn viele Einzelne bei ihrer Arbeit ineinander greifen und Hand in Hand arbeiten, kann die Arbeit, z.B. in einer Kirchengemeinde, funktionieren und „rund“ laufen. Wenn allerdings ein Teil nicht richtig zu den anderen passt, sich in die Gemeinschaft nicht einpassen lässt, dann wird auch der Ball bzw. die Arbeit nie rund laufen, sondern immer wieder aus der Bahn springen. Tore bzw. Erfolge werden dann äußerst schwierig. Jedes einzelne Teil ist für den Sieg wichtig, denn wenn ein Teil fehlt ist der Ball auch nicht rund.

Ebenso eine runde Sache soll unser diesjähriger 30. Bayerischer Kirchnertag werden. Dazu treffen wir uns am 1. Mai 2006 in der Oberfränkischen Porzellan-Stadt Selb. Das „weiße Gold“, wie Porzellan früher bezeichnet wurde, wird zwar nicht im Mittelpunkt des Tages stehen, dafür aber die Bayerischen Kirchner, die in ihrem Dienst oft auch Gold wert sind. Bitte melden Sie sich bis spätestens 12. April 2006 an, damit wir gut planen können (Anmeldung Seite 11).

In der Christuskirche in Selb erwartet uns nach einem kleinen Frühstück im benachbarten Gymnasium Herr Regionalbischof OKR Beyhl zu einem Sakramentsgottesdienst. Im Anschluss daran erfahren Neugierige und Interessierte im Rahmen einer kleinen Führung von Herrn Achtziger etwas über die Christuskirche.

In der Zwischenzeit haben fleißige Hände die Tische gedeckt und den Kochlöffel geschwungen und wir begeben uns wieder in das benachbarte Gymnasium um nach dem gestillten Wissensdurst auch den leiblichen Hunger zu besänftigen.

Für den Nachmittag steht einiges auf dem Programm. Neben Grußworten und Regularien müssen wir auch daran denken, einen Wahlausschuss zu besetzen, der die Vorstandsneuwahlen 2007 organisiert. Bitte machen Sie sich dazu schon Gedanken. Besonders interessant wird es dann beim geplanten Referat über Paramente – ihre Geschichte, Bedeutung und Anfertigung.

Natürlich dürfen Unterhaltung und gemeinsames Kaffeetrinken nicht zu kurz kommen. (Den genauen Tagesablauf finden Sie auf Seite ?? in diesem Heft.) Viel zu schnell wird es dann wieder 17.00 Uhr sein und der Tag mit dem Reisesegen enden. Möge alles rund laufen und Sie auch wieder gut heim kommen. Dies wünscht Ihnen

Ihr


Auf ein Wort

Liebe Schwestern und Brüder,

Immer besser – immer weiter – immer schneller !?

Manchmal möchte man die Zeit einfach anhalten – „stopp“ sagen, um mit allem mit zu kommen und nicht wie so oft nur noch hinterher zu rennen. Einfach stehen bleiben und etwas, was schon lange sein musste in Ruhe erledigen. Oder auch nur sich Zeit nehmen, um einmal durchzuschnaufen und sich bewusst zu werden, wer ich eigentlich bin. Einen Tag in Ruhe mit anderen verbringen, sich ungezwungen bei einer Tasse Kaffee unterhalten, die Seele baumeln lassen – das wäre schön. Ab und zu brauchen wir das, um loszulassen und unsere eigene Batterie wieder aufzutanken. Und wenn wir an so einem Tag vielleicht noch neue Erfahrungen mit nach Hause nehmen können, dann ist der Tag rundum gelungen.

Also auf geht’s! Hier ist die Möglichkeit dazu - wir bieten es Ihnen jedenfalls an.

Folgen Sie uns am 26. Mai (Fronleichnam) in die alte Handelsstadt Augsburg. Hier, wo unser evangelisches Bekenntnis, die Confessio Augustana verlesen wurde, die Fugger ihr Handelsimperium aufbauten und Friedrich von Hessing seine orthopädischen Erfolge feierte. Hier werden auch wir uns treffen: zum 29. bayerischen Kirchnertag in Augsburg-Göggingen.

In der Dreifaltigkeitskirche erwarten uns, nach einem kleinen Frühstück im dortigen Gemeindesaal, Frau Stadtdekanin Kasch und Herr Pfarrer Wunderer zu einem gemeinsamen Sakramentsgottesdienst. Während wir noch angespannt den kirchengeschichtlichen Ausführungen von Herrn Pfarrer Wunderer lauschen, köchelt bereits im nahen Roncalli-Haus, unserem Tagungslokal, das Mittagessen.

Bei anregenden Gesprächen und einem interessanten Vortrag, geplant ist eine Einführung in die Geschichte und Entwicklung der Weihnachtskrippe, wird dieser Tag wieder viel zu schnell vergehen. Wer zwischendurch noch etwas für die Kultur tun will, kann sich gleich nebenan das historische Kurhaus, oder etwas um die Ecke, die Kirche in der Hessing-Klinik anschauen – beides sehr empfehlenswert.

Und – haben Sie Lust bekommen, uns zu folgen? Dann blättern Sie schnell auf Seite ?? und füllen Ihre Anmeldung aus, die Sie bitte bis spätestens 8. Mai 2005 an Frau Scheuenstuhl senden. Den genauen Tagesablauf finden Sie auf der Seite ?? dieses Heftes.

Es wäre schön, wenn Sie wieder Fahrgemeinschaften bilden könnten. Bitten Sie auch Ihre Pfarrerin oder Ihren Pfarrer um Übernahme der Tagungs- bzw. Fahrtkosten. Die Fachgruppe Kirchner freut sich darauf, Sie, zusammen mit Ihrer Familie, am 26. Mai 2005 in Augsburg zu begrüßen.

Herzlichst Ihr


Liebe Schwestern und Brüder,

manchmal ist etwas eigentlich Alltägliches viel schwieriger als es sich auf den ersten Blick den Anschein gibt. Jeder von uns war schon einmal irgendwohin unterwegs, um an einem bestimmten Ziel anzukommen. Doch dieses Ankommen kann plötzlich ganz anders sein, als wir es erwartet haben. Wahrscheinlich haben wir uns in den meisten Fällen nicht einmal Gedanken darüber gemacht, wie es denn sein könnte, das geplante Ziel zu erreichen.

„Ankommen“ kann sehr unterschiedlich sein, sogar große Gefühle oder Erwartungen sind oft damit verbunden. „Ankommen“ heißt in seiner einfachsten Form, ein Zimmer zu betreten, am Morgen seine Arbeit zu beginnen, oder bei einem Bekannten vor der Haustür zu stehen und zu klingeln. „Ankommen“ kann aber auch wichtig sein: Ich habe einen wichtigen Termin, bei dem sich einiges für meine Zukunft entscheiden wird. Welche Situation werde ich dort vorfinden, wenn ich ankomme? Wie werde ich bei meiner Ankunft aufgenommen? Kann ich mich in die Situation einbringen, bin ich genug vorbereitet, oder wird alles ganz anders sein? – Andere Situation: Ich bin schon ganz gespannt und ungeduldig, weil ich mich auf einen Ort oder eine Person freue, die ich gerne wieder sehen möchte. Da kann ich es kaum erwarten dort anzukommen und ich male mir unterwegs die Begegnung schon in den unterschiedlichsten und tollsten Farben aus. Ankommen wird dann zu einem Erlebnis des Glücks. – Endlich bin ich wieder hier.

Immer wieder geschieht es auch, dass Menschen zwar körperlich am Ziel angekommen sind, aber geistig noch nicht. Entweder nehmen sie erreichtes Ziel gar nicht war, weil sie gedanklich schon viel weiter sind, oder, was öfter vorkommt, sie sind noch nicht bereit, das erreichte Ziel in sich aufzunehmen, weil sie gedanklich noch viel zu sehr mit Vergangenem oder noch nicht Abgeschlossenem beschäftigt sind. Hier ist Zeit nötig, um zur Ruhe zu kommen und wirklich „anzukommen“ um auch da zu sein.

Ich möchte Sie dazu einladen, sich die Zeit und die Ruhe zu nehmen für eine Ankunft ganz besonderer Art. Advent heißt „Ankunft“ und es geht darum, die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus an Weihnachten vorzubereiten. Lassen Sie sich doch trotz allen Trubels darauf ein, diese Ankunft bewusst wahrzunehmen, sich darauf zu freuen und den Angekommenen dann auch wirklich zu begrüßen und bei sich aufzunehmen.

Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit in diesem Sinne wünscht Ihnen im Namen der Fachgruppe Kirchner

 

Ihr