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Das Erfordernis, dass Bewerber um eine bei der Kirche zu besetzende Stelle einer bestimmten Religion angehören, muss Gegenstand einer wirksamen gerichtlichen Kontrolle sein können

 

(EuGH, Urteil vom 17.04.2018, II-0124/6-2017)

In seinem Urteil stellt der Europäische Gerichtshof fest, dass nach der Richtlinie eine Abwägung zwischen dem Recht der Autonomie der Kirchen und dem Recht der Arbeitnehmer wegen ihrer Religion oder Weltanschauung nicht diskriminiert zu werden vorzunehmen ist. Ein angemessener Ausgleich ist herzustellen.

Nach Auffassung des Gerichtshofes muss eine solche Abwägung im Falle eines Rechtsstreits von einer unabhängigen Stelle und letzlich von einem innerstaadlichen Gericht überprüft werden können.