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vkm Bayern
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Grüß Gott!

Der Verband kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Bayern e.V, vkm-Bayern, vertritt seit über 60 Jahren die Interessen der Mitarbeitenden in der Evang.-Luth. Kirche und ihrer Diakonie.

Dazu gehört insbesondere:

  • Für unsere Mitglieder: Beratung und Gewährung von Rechtshilfe im Dienst-,
  • Arbeits-, und Sozialrecht
  • Mitwirkung in der Setzung des Arbeitsrechtes
  • Mitwirkung bei der Regelung der Mitarbeitervertretung (Mitarbeitervertretungsgesetz)
  • Sicherung des Rechtes
  • Mitwirkung im Verwaltungsrat der Evangelischen Zusatzversorgungskasse (EZVK)

Wir wollen Sie deswegen als Besucher dieser Seite stets auf dem Laufenden über das betriebliche und arbeitsrechtliche Geschehen halten.


Vorstandswahl vkm 2018

Folgende Mitglieder wurden in den Vorstand des vkm 2018-2021 in der Reihenfolge der abgegebenen Stimmen gewählt:

  • Gusti Markert (Schriftführerin)
  • Klaus Klemm
  • Günter Popp (Vorsitzender)
  • Gerda Keilwerth
  • Irmgard Hahn (Stellvtr. Vorsitzende)
  • Harald Keiser
  • Thomas Hinkl

Berufen wurden Arthur Pauli (Schatzmeister) und Alexander Lippold.

 

Wir danken allen Kandidaten und Kandidatinnen, die sich zur Wahl gestellt haben.
Wir danken ebenso ganz herzlich Brigitte Gulden, Sonja Illig und Michael Neunhöffer die sich nicht mehr zur Wahl gestellt haben.


>>Zum genauen Wahlergebnis



Vkm-Bayern Mitglied im Bündnis für Toleranz

Machen Sie mit gegen Intoleranz und Rechtsextremismus!


Urteil des Europäischen Gerichtshofs im Verfahren um den nach Wiederheirat gekündigten katholischen Chefarzt


Hier finden Sie das Urteil des EuGH - Kündigung Chefarzt


Der Europäische Gerichtshof stellt fest, dass der Beschluss einer Kirche, deren Ethos auf religiösen Grundsätzen oder Weltanschauungen beruht und die eine Klinik betreibt, an ihre leitend tätigen Beschäftigten je nach Konfession unterschiedliche Anforderungen an das loyale und aufrichtige Verhalten im Sinne dieses Ethos zu stellen, gerichtlich überprüfbar sein muss. Bei dieser Kontrolle habe das nationale Gericht die Aufgabe sicherzustellen, dass die Religion oder die Weltanschauung  im Hinblick auf die Art der jeweiligen beruflichen Tätigkeiten oder die Umstände ihrer Ausübung  eine wesentliche, rechtmäßige und gerechtfertigte berufliche Anforderung angesichts des fraglichen Ethos ist.

Für den nun durch das Bundesarbeitsgericht zu entscheidenden Fall gibt der Europäische Gerichtshof den Hinweis, dass die Akzeptanz des von der katholischen Kirche befürworteten Eheverständnisses wegen der Bedeutung der ausgeübten Tätigkeit der Beratung und Pflege in einem Krankenhaus sowie Leitung der Abteilung „Innere Medizin“ als Chefarzt, für die Bekundung des Ethos des Arbeitgebers nicht notwendig zu sein scheint. Sie scheint aus Sicht des Gerichtshofs somit keine wesentliche Anforderung der beruflichen Tätigkeit zu sein. Diese Annahme sieht der Gerichtshof zudem dadurch erhärtet, dass ähnliche Stellen auch von Beschäftigten bekleidet werden, die nicht über die katholische Konfession verfügen.

 

Mit seiner Entscheidung hat der Europäische Gerichtshof festgestellt, dass die Aufstellung von Loyalitätsanforderungen an Beschäftigte der gerichtlichen Kontrolle unterliegen muss. Zudem wurde der Prüfinhalt des nationalen Gerichts näher umschrieben. Die durch das nationale Gericht vorzunehmende Kontrolle solle sicherstellen, dass die Religion für die jeweilige Tätigkeit oder die Umstände ihrer Ausübung eine wesentliche, rechtmäßige und gerechtfertigte berufliche Anforderung angesichts des fraglichen Ethos ist. Der Blick wird sozusagen auf die im Einzelnen ausgeübte Tätigkeit gelenkt, die sodann im Lichte des Ethos betrachtet werden wird. Nach der Pressemitteilung ist zunächst davon auszugehen, dass abhängig von der jeweiligen beruflichen Tätigkeit bzw. den Umständen ihrer Ausübung unterschiedliche Loyalitätsanforderungen an Beschäftigte gestellt werden können. Die Pressemitteilung legt zudem nahe, dass nationale Gerichte auch berücksichtigen können, ob Anders- oder Nichtgläubige bereits ähnliche Tätigkeiten ausüben.

 

Wir werden die Entscheidung und die aus ihr zu ziehenden Schlüsse mit Ihnen bei der kommenden Sitzung der Arbeitsrechtsreferentinnen und -referenten diskutieren und leiten Ihnen die schriftlichen Urteilsgründe zu, sobald uns diese vorliegen.

Hier finden Sie das Urteil des EuGH - Kündigung Chefarzt