Positionen zur Umsetzung der Landesstellenplanung und zum Miteinander der Berufsgruppen
Herausgegeben von den Vertretungen der theologisch-pädagogischen Berufsgruppen in der ELKB:
Absolvent:innen biblisch-theologischer Ausbildungsstätten (ABTAs),
Berufsgruppenvertretung der Diakone und Diakoninnen,
Berufsverband der Pädagog*innen in der ELKB,
Verband evangelischer Religionspädagog*innen und Katechet*innen in Bayern
Worum es geht
Die Landesstellenplanung 2026 wird derzeit vorbereitet. Dabei werden bestehende Einsätze theologisch-pädagogischer Mitarbeitender überprüft und neu geordnet. Zugleich sind zentrale Fragen weiterhin offen: Wie werden erworbene Kompetenzen anerkannt? Wie werden Verantwortung, tatsächlicher Einsatz und gleichwertige Arbeit angemessen bewertet und vergütet? Welche Entwicklungs- und Laufbahnwege eröffnet die ELKB künftig?
Diese Fragen betreffen nicht nur einzelne Berufsgruppen, sondern die künftige Gestalt kirchlicher Arbeit. Deshalb bringen die oben genannten Berufsgruppenvertretungen mit diesem Papier eine gemeinsame Perspektive ein: Wir werben für transparente Kriterien, verbindliche Beteiligung und Rahmenbedingungen, die die vorhandenen Kompetenzen in der ELKB gerecht und zukunftsfähig nutzen.
Wir erkennen an, dass die ELKB vor erheblichen finanziellen und strukturellen Herausforderungen steht. Gerade deshalb müssen die anstehenden Entscheidungen fachlich tragfähig, fair und nachvollziehbar sein. Sie dürfen nicht allein von bestehenden Berufsgrenzen ausgehen, sondern müssen berücksichtigen, wie kirchliche Arbeit vor Ort längst geschieht: berufsgruppenübergreifend, verantwortlich und auf gemeinsame Ziele hin.
Besonders deutlich wird der Handlungsbedarf bei Kolleg:innen, die über Jahre Aufgaben auf berufsgruppenübergreifend ausgeschriebenen Stellen übernommen haben, ohne dass Qualifikation, Verantwortung und tatsächlicher Einsatz angemessen abgebildet und vergütet wurden. Vorgesehen ist zwar für einzelne Mitarbeitende eine bedingte und befristete Zulage; zugleich sollen bgü-Einsätze spätestens ab 31.12.2027 wieder klar nach Berufsgruppen getrennt werden. Dies steht im Widerspruch zur langjährigen Praxis und wirft Fragen nach Gerechtigkeit und Glaubwürdigkeit auf.