Forderungen zum Gesundheitsschutz in Bayerischen Kindertagesstätten

e+s, (Fachgruppe im vkm-Bayern) übergibt Forderungskatalog mit Unterschriften aus über 180 Evangelischen KiTaEinrichtungen in Bayern an Familienministerin Carolina Trautner

Am Freitag, den 4.12.2020 empfingen Bayerns Familienministerin Carolina Trautner und Herr Ministerialdirigent Philipp Späth, Leiter der Abteilung für Frühpädagogik eine Abordnung der Fachgruppe e+s des Verbandes Kirchlicher Mitarbeiter/-innen in Bayern in den Räumen des Bayerischen Sozialministerium in München. Herr Patrik Demke, KiTa-Leitung Kinderplanet Taufkirchen, z. Z. freigestellt als Mitarbeitervertreter und Frau Katharina Hübner, Leitung der Arche Noah KiTa Waldperlach überbrachten stellvertretend für die Mitglieder der Fachgruppe e+s einen Forderungskatalog zum Gesundheitsschutz in Bayerischen Kindertagesstätten.

In nur 10 Tagen konnte diese Fachgruppe innerhalb des vkm-Bayern (Gewerkschaft in der Evangelischen Kirche) mehr als 1800 Unterschriften von Kolleg/-innen aus 180 Evangelischen Tagestätten zusammentragen, die einen Forderungskatalog an die Regierung zum Gesundheitsschutz in Bayerischen Kindertagesstätten unterzeichneten. Gefordert wird:

  • bei Bedarf Betreuungsumfänge einschränken zu können, ohne förderschädliche Auswirkungen hinnehmen zu müssen
  • größere Transparenz bei den Entscheidungen zu den Hygieneplänen
  • Mitbeteiligungsrechte an den Entscheidungen, Einbeziehung der Fachverbände und der Vertretungen der
    betrieblichen Mitbestimmung (Mitarbeitervertreungen, Betriebsrat, Personalrat)
  • bessere Rahmenbestimmungen zum Gesundheitsschutz
  • Absicherung der Kollegen/-innen bei Infektion mit Covid-19 im Beruf (Aufstockung des Krankengeldes bei
    Langzeitfolgen)
  • bessere Corona-Testkonzepte für Kinder und Kolleg/-innen


“Viele Kolleg/-innen in der pädagogischen Arbeit arbeiten jetzt schon am Rande der Überlastung und machen sich Gedanken das Berufsfeld zu wechseln” begann Patrik Demke das Gespräch mit der Staatsministerin. In dem fast einstündigen Gespräch hob Staatsministerin Trautner die herausragende Leistung des pädagogischen Personals in den Einrichtungen in Bayern hervor und sprach ihren Dank aus: „Ich habe mich sehr über den Austausch mit dem vkm-Bayern gefreut und bin für wertvolle Anregungen aus der Praxis immer dankbar. Schon vor Corona haben unsere Erzieherinnen und Erzieher, aber auch unsere Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger, täglich Hervorragendes geleistet und waren nicht selten an der Belastungsgrenze angekommen. Ich bin mir bewusst, dass die Herausforderungen durch die Pandemie noch einmal zugenommen haben. Deshalb möchte ich mich bei allen Beschäftigten nochmals ganz herzlich für ihren täglichen Einsatz bedanken. Dieser ist nicht selbstverständlich und verdient Anerkennung und Respekt. Ich versichere Ihnen, dass ich mich auch weiterhin für Verbesserungen der Rahmenbedingungen in der Kinderbetreuung einsetzen werde.“

Staatsministerin Trautner wies auf die Förderung von 23 Millionen Euro für Hygienemaßnahmen für die Einrichtungen hin: 13 Millionen Euro für CO2-Messgeräte und Luftreinigungsgeräte und 10 Millionen Euro für sonstige Ausstattungsgegenstände zur Verbesserung der Hygiene. Sie stellte nochmal heraus, dass das Familienministerium nicht Arbeitgeber der Beschäftigten in den Kindertagesstätten sei und damit, anders, als das Kultusministerium für die Schulen, auch keine direkten Durchgriffsmöglichkeiten habe. In der sehr konstruktiven Gesprächsatmosphäre nahm die Staatsministerin die Forderungen entgegen und sicherte der e+s zu, dass das Familienministerium auch weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Zum Abschluss des Gesprächs übergab Frau Hübner ein Schreiben ihres Elternbeirates, dass die Forderung der e+s unterstützt und Frau Trautner freute sich über das selbstgemachte Geschenk der Kinder der Arche Noah KiTa Waldperlach. “Wir reden nicht nur, sondern suchen den Dialog mit den Verantwortlichen”, versichert Frau Nina Hauenstein, Vorsitzende der Fachgruppe e+s. “Werden Sie Mitglied, jede Unterstützung stärkt unsere Arbeit.”

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